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Wie leistet die Feuerwehr Hilfe? PDF Drucken E-Mail

Auch Sie haben bestimmt schon einmal die Feuerwehr durch die Straßen der Stadt fahren sehen, und gedacht:

"Was ist denn nun passiert ?"

HLF20-16Die Alarmierung und die damit verbundene Art und Anzahl von Einsatzfahrzeugen mit entsprechender Beladung resultiert aus dem gemeldeten Schadensereignis.


Unterschiedliche Schadenereignisse erfordern individuelle Ausrückefolgen. So muß zu Bränden oder bei Verdacht eines Schadenfeuers  innerhalb von Gebäuden mindestens ein Löschzug ausrücken. Bei Kleinbränden außerhalb von Gebäuden, wie z.B. brennenden Kraftfahrzeugen oder Mülltonnen werden generell lEinzelfahrzeuge alarmiert.

Von Ihrer Meldung hängt es ab, wie die Feuerwehr ausrückt.fw_bowlingcenter

Oftmals rücken mehrere Feuerwehrfahrzeuge aus, obwohl sich nach Erkundung der Lage am Einsatzort herausstellt, dass auch ein Fahrzeug ausreichend gewesen wäre. Jedoch ist nicht immer das Ausmaß eines Schadensereignisses genau bekannt, so dass es immer ein Mehr als ein Weniger zu entsenden gilt.
Konkrete Angaben, ob definitiv Menschenleben in Gefahr sind oder eventuell Explosionsgefahren vorherrschen, sind oftmals auf Grundlage des Notrufes nicht ausreichend vorhanden oder werden erst an der Einsatzstelle offensichtlich.

Daher gilt grundsätzlich:

Ein Mehr schadet nicht, ein Weniger ist gefährlich !

Die Brandbekämpfung

DLAK23-12

 

Bei Bränden in Gebäuden oder anderen größeren Schadensfeuern eilt Ihnen generelll die hauptamtliche Wache mit jeweils mindestens einer weiteren taktischen Einheit zur Hilfe.

 

 

Diese taktische Einheit wird "Löschzug" genannt. Ein "Löschzug" besteht in der Regel einsatzlagenabhängig aus folgenden Fahrzeugen:

  • Einsatzleitwagen bzw. sonstiges Führungsfahrzeug
  • Löschgruppenfahrzeug bzw. Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug
  • Drehleiter mit Korb
  • Tanklöschfahrzeug bzw. Rüstwagen

Nachfolgend beschreiben wir Ihnen die Aufgaben der einzelnen Fahrzeuge:

Der Einsatzleitwagen (ELW):

7111Dieses Fahrzeug ist mit einem Einsatzleiter besetzt und unterstützt diesen an der Einsatzstelle. Der Einsatzleiter ist der Ansprechpartner für Sie. Er leitet den Einsatz. Sie erkennen ihn an der gelben Weste mit der Aufschrift "Einsatzleiter".

 


Das Fahrzeug hat zwei vorrangige Aufgaben:

  • Es dient als Führungsfahrzeug für die nachfolgenden Großfahrzeuge und gibt in der Regel mit dem Einsatzleiter die Anfahrstrecke für die folgenden Fahrzeuge vor.
  • An der Einsatzstelle wird über dieses Fahrzeug die Funkverbindung zur Leitstelle aufrechterhalten. So können nach Bedarf zusätzliche Hilfe angefordert oder auch einsatzrelevante Informationen ausgetauscht werden.
  • Das Fahrzeug mit dem Führungsassistenten bietet dem Einsatzleiter die komplette technische und personelle Infrastruktur zur Führung und Leitung einer Vielzahl von Einsätzen.

Darüber hinaus stehen diesem Fahrzeug Sonderausrüstungen wie eine weitere Wärmebildkamera, Prüfmittel zum Erkennen von gefährlichen Gasen und Dämpfen und Ex-Meter zur Messung von explosionsfähigen Gemischen verladen.

Löschgruppenfahrzeug (LF) bzw. Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF):

7461Dieses Fahrzeug ist mit vier bis maximal neun Einsatzkräften besetzt. Neben seiner Ausrüstung zur Brandbekämpfung verfügt es über einen eingebauten Löschwasservorrat von 1.600 l und einer vom Fahrzeugmotor angetriebenen Feuerlöschkreiselpumpe zur Löschwasserförderung.

Aufgrund zusätzlicher umfangreicher Ausstattung zur technischen Hilfeleistung wird dieses Fahrzeug als erstes Fahrzeug bei Einsätzen der Brandbekämpfung und der allgemeinen Hilfe verwendet.

Drehleiter mit Korb (DLK):

7331Dieses Fahrzeug ist mit einem Fahrzeugführer und einem Maschinisten besetzt. Drehleitern dienen vorrangig zur Rettung von Menschen und Tieren aus größeren Höhen. Mit dem an der Leiterspitze angebrachten Korb können Menschen und Tiere sicher aus einer Höhe von bis zu  30 m zum Erdboden gebracht werden.
Weiterhin werden Drehleitern auch bei Einsätzen der Allgemeinen Hilfe eingesetzt, um bespielsweise Krankentragen aus Höhen sicher auf die Erde zu verbringen , lose Putzteile oder Eiszapfen aus größeren, unzugängigen Höhen zu entfernen oder lose Dachteile , vor allem nach Sturmschäden, zu beseitigen. Darüberhinaus besteht die Möglichkeit die DLK im Unterflurbetrieb einzusetzen. Dabei wird der Leiterpark so abgesenkt, dass Personen aus Senken oder Gruben gerettet werden können.

Tanklöschfahrzeug (TLF):

Tanklöschfahrzeuge verfügen über einen größeren Löschmittelvorrat (Wasser) von bis zu 5.000 l. Derartige Fahrzeuge sind oftmals mit fest eingebauten Schaummitteltanks von bis zu 500 Litern versehen. Neben der feuerwehrtechnischen Beladung zur Brandbekämpfung führen die Fahrzeuge ebenso Beladung zur einfachen bis mittleren technischen Hilfeleistung mit. Fahrzeuge dieser Bauart kommen vornehmlich zum Einsatz in Bereichen, in denen mit eingeschränkter Wasserversorgung, so zum Beispiel auf Bundesautobahnen, Landstraßen oder auch in Wäldern zu rechnen ist.

Rüstwagen (RW):

Der Rüstwagen ist die fahrende Werkzeugkiste der Feuerwehr. Neben umfangreicher Beladung zur technischen Hilfeleistung werden Abstützmaterialien, Materialien zur Sicherung und zum Anheben von Schienenfahrzeugen ebenso wie große Auffangbehälter für Gefahrstoffe, Winkelschleifer, Notstromaggregate oder Schweißgeräte mitgeführt.

 

 
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