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Beschaffungsprozesse sind sehr komplex und können sehr viele Ressourcen binden. Falsche Entscheidungen führen zu hohen Folgekosten. Um eine möglichst hohe Effektivität zu erreichen, werden Fahrzeugbeschaffungen bzw. deren Ausschreibungen in der Regel  im Rahmen einer Arbeitsgruppe vollzogen. Diese Arbeitsgruppe greift unter anderem  auf Erfahrungen anderer Feuerwehren zurück um so bereits in der Vergangeheit aufgetretene Probleme im Beschaffungsprozess bzw. im Rahmen des späterern Betriebes zu umgehen.

Die letzten Fahrzeug - Neubeschaffungen für die Hürther Feuerwehr bzw. im Rahmen interkommunaler Beschaffungen

  • HLF 20/16 "Florian Erft 7/43/2 und 7/43/3" [Interkommunale Beschaffung]
  • RTW "Florian Erft 7/83/1 und 7/83/2" [Interkommunale Beschaffung]
  • MTF "Florian Erft 7/19/2" [Interkommunale Beschaffung]
  • DLK 23/12 CS "Florian Erft 7/33/1"

HLF-FW7

Der Beschaffungsprozess am Beispiel:

Anhand der Beschaffung einer neuen Löschfahrzeuggeneration möchten wir Ihnen den Prozess "Neubeschaffung" verdeutlichen.

Vorplanung:

Die Abteilung Technik hat im Dialog mit anderen Abteilungen ein Anforderungsprofil festgelegt:

  • Was für ein Fahrzeug braucht die Feuerwehr?
  • Welche taktischen Vorgaben sind zu beachten?
  • Welche technischen Vorgaben sind zu beachten?
  • Finanzierung/Abschreibungsprozess

Nach Festlegung der Rahmenvorgaben wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Sie bestand aus Vertretern der beteiligten Sachgebiete der beteidigten Kommunen. Ziel war die Abstimmung zur Beschaffung eines abenso idealen Löschfahrzeuges der Feuerwehr Hürth bzw. der anderen Wehren. Dazu wurden eigene Erfahrungen ebenso geprüft wie Erkenntnisse anderer Feuerwehren.

Festlegungsphase:

Noch vor den offiziellen Vorführterminen der Aufbauhersteller informierte man sich über neue Fahrzeugkonzepte bei anderen Feuerwehren. So konnten wertvolle Hinweise aus Anwendersicht in die weiteren Überlegungen einfließen.
Erst danach wurden unterschiedliche Fahrgestelle begutachtet und Aufbauhersteller zu einer Demonstration ihrer Fahrzeuge eingeladen.

Nach der Dokumentation der Eindrücke und Ergebnisse erfolgte ein Abgleich der "Wunschliste" mit den Erkenntnissen der Darbietungen. 

Ausschreibung:

Das so entstandene Leistungsverzeichnis diente als Grundlage für die europaweite Ausschreibung für fünf Hilfeleistungs, die im Zusammanschluss mit den Feuerwehren der Stadt Brühl und Erftstadt erfolgte.

Bauphase:

Während der Bauphase erfolgten mehrere Begutachtungen der Fahrzeuge.

Einige Detailfragen mussten geklärt werden. Durch den technischen Fortschritt ergaben sich kleine Änderungen der gewünschten Ausführung. 
Bauteile wurden fotografiert, Zeichnungen mit dem Design der Beklebung wurden erstellt und langsam reifte das Bild, der zukünftigen Hilfeleistungslöschfahrzeuge vom Typ HLF 20/16 der Feuerwehr Hürth.

Abnahme und Einweisung:

Im November 2009 erfolgte die Auslieferung der Fahrzeuge. Daraufhin wurden einige Beamten der Feuerwehr Hürth zum "Multiplikatoren" beim Hersteller ausgebildet. Im weiteren Verlauf schulten diese alle Maschinisten für Löschfahrzeuge am Standort Hürth. Nach diesen innerdienstlichen Vorbereitungen stand einer Inbetriebnahme nichts mehr im Wege.
 
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